Sonnentag zwischen den Küsten

Schließlich ist es uns gelungen: ein alter Freund und ich haben einen Tag gefunden, um zusammen eine 1-Tages-Tour durch Schleswig-Holstein zu fahren. Besser noch: er hat noch jemanden mitgebracht.

Sie haben ihre Triumph-Boliden neben meiner – äh – schlanken XBR500 geparkt, Sonntag Morgen am Rand von Segeberg, ziemlich genau zwischen Kiel und Hamburg.

Ich hatte eine Route vorbereitet, die uns auf Land- und Kreistrassen an die Westküste führt. Dann nach Norden, an der Nordseeküste entlang. In den Außenhafen von Husum, inkl. Fischbrötchen und Getränk bei „La Mer„. Danach glatt nach Osten – aber nicht auf der Touristen-Rennbahn – zum Hafen von Eckernförde, dem nächsten kulinarischen Stop. Dann sollte es an der Ostsee-Küste weiter gehen, schließlich nach Plön, nettes Städchen, umgeben von Seen.

GPX-Datei runterladen

Das Ganze war auch ein Test: ich habe versucht, ein Telefon in ein Garmin oder TomTom zu verwandeln. Route geplant bei Motoplaner, sicher der beste Site für diesen Zweck. Die GPX-Datei importiert in OsmAnd und mit Köpfhörern ausgestattet sollte mir das OsmAnd-Früchtchen den Weg weisen.

Google „Maps“ ist keine Alternative. Man kann da nicht mehr als 10 Zwischenziele abspeichern, das reicht für „schnellstes“ Routing, aber nicht für schönes Routing. Unterwegs hätte „Maps“ auch kräftig Daten gezogen. Das muss nicht sein, OsmAnd benutzt Offline-Karten. OpenStreetMap Daten, die ohnehin besser (Details, Qualität) sind als alle kommerziellen Straßen-Daten, die ich kenne.

Also habe ich das Telefon in oben in den Tankrucksack gestopft, und die Kopfhörer angeschlossen. Das Handy ist während der Fahrt fröhlich in der Tasche herumgerutscht, ein kurzer Blick auf die Karte hat sich nie gut angefühlt, die Ablenkung von der Straße und dem Verkehr war glaube ich nicht Straßenverkehrsordnungs-konform. Die Sprachansagen waren meistens okay, aber 4 oder 5 mal war auch „Bitte bei der nächsten Möglichkeit wenden“ zu hören.

Mein Freund hatte ein Garmin Bike Nav montiert, und das ist natürlich ein anderer Schnack. Das führte allerdings öfter über große Straßen (Autobahn), was zu dem Zeitpunkt aber ohnehin gut war: wir hatten auf den kleinen Sträßchen bereits zu viel Zeit verloren.

Die gefahrene Route kann man hier sehen: SpotWalla. Plön haben wir ausgelassen, zu wenig Zeit zum Schluss. Trotzdem eine tolle Tour, ca. 400km in ungefähr 10 Stunden, viele Foto-, Benzin- und Essens-Stopps unterwegs.

Jpeg

Jpeg

Eckernförde

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